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Körperverletzungs-Anklage gegen junge Frauen

Jugendliche - Heranwachsende

Zwei junge Frauen aus der Münchner Lesben-Szene habe soeben vom Münchner Amtsgericht eine Anklage wegen des Vorwurfes der gefährlichen Körperverletzung erhalten. Den Beiden wird vorgeworfen, letztes Jahr auf dem Heimweg vom schwul-lesbischen Straßenfest im Glockenbachviertel einen Familienvater gemeinsam geschlagen und getreten zu haben. Der Mittvierziger hatte ein paar Prellungen davon getragen aus der Begegnung. Die beiden jungen Frauen von 18 und 22 Jahren erinnern den Vorfall so, dass der Familienvater sie heftig angefahren und beleidigt hatte, als die eine der Beiden aus Verärgerung über einen vorangegangen Streit eine Bierflasche auf das Trottoir geschmissen hatte. Der Mann hatte sich darüber sehr aufgeregt und die Beiden wegen ihrer sexuellen Orientierung angegriffen und beleidigt und sie greisliche Lesbenviecher genannt. Erst daraufhin hatte sich eine Auseinandersetzung entwickelt.

Die eine der Beiden fällt mit ihren 18 Jahren womöglich noch unter das Jugendrecht, sodass sie als Heranwachsende gelten muss und das Jugendgerichtsgesetz anzuwenden ist. Deshalb wurde die Anklage zum Jugendgericht erhoben. Ihre Begleiterin wird zwar neben ihr auf der Anklagebank sitzen, jedoch nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden.

Der Strafrahmen nach dem Strafgesetzbuch (StGB) für die gefährliche Körperverletzung beginnt bei 6 Monaten. Dies gilt jedoch nur für die Ältere der Beiden, im Jugendgerichtsgesetz gilt der übliche Strafrahmen des (Erwachsenen-)Strafrechts nicht, die 18-Jährige muss aber wohl mit Arrest rechnen. Für Beide ist es daher wichtig, sich von Anfang an eine vernünftige Verteidigungsstrategie zuzulegen.

20. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-20 17:44:372015-03-20 12:59:17Körperverletzungs-Anklage gegen junge Frauen

Therapieauflage bei Mißbrauch

Jugendliche - Heranwachsende, Sexualdelikte

Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts München hatte am Mittwoch über eine Anklage der Staatsanwaltschaft München I gegen einen einundzwanzigjährigen Metzgereiangestellten aus den neuen Bundesländern (Verteidiger RA Florian Schneider) zu verhandeln, dem vorgeworfen worden war, mit Jungs unter 14 Jahren gechattet zu haben und ihnen sexuelle Angebote gemacht zu haben. Da der Angeklagte zur Tatzeit noch unter 21 Jahre alt war wurde die Sache nach dem Jugendgerichtsgesetz verhandelt. Ein realer sexueller Kontakt war dem Heranwachsenden nicht nachzuweisen und daher auch nicht Gegenstand des Verfahrens. Weiterhin war dem Angeklagten aber vorgeworfen worden, kinderpornographisches Bilder und Videos auf seinen PC heruntergeladen und dann weitergereicht zu haben. Der Angeklagte war regelmäßig in Chatforen wie schueler.cc und Ähnlichem zugange gewesen und hatte bei dieser Gelegenheit die Jungs kennengelernt, denen er dann erotische Angbeote gemacht hatte.

Der Heranwachsende räumte zwar ein, schwul zu sein, gab aber an, bei dem Kontakt zu den Kindern habe es sich nur um eine vorübergehende Phase gehandelt. Gleichzeitig erklärtet er sich von Anfang an schon bei der Durchsuchung seiner Wohnung erklärt, sich in eine therapeutische Behandlung begeben zu wollen. Er wolle unbedingt eine Therapie machen, um seiner pädosexuellen Neigungen Herr zu werden.

Da der Angeklagte in keinster Weise vorbestraft war und die Tatvorwürfe unumwunden eingeräumt hatte und außerdem Einsicht in seine Therapiebedürftigkeit gezeigt hatte Verurteilte ihn das Amtsgericht München nur zu einer Jugendstrafe von 1 Jahr auf Bewährung verbunden mit einer Therapieauflage für zweieinhalb Jahren verurteilt.

16. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-16 17:44:172015-01-31 23:59:53Therapieauflage bei Mißbrauch

Diebstahlsanklage gegen Seniorin

Eigentumsdelikte

Eine 83-jährige Frau aus München (Verteidiger RA Florian Schneider) wird sich trotz ihres hohen Alters im nächsten Monat einer Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Erding wegen des Vorwurfs des Ladendiebstahls stellen: Der älteren Dame wird von der Staatsanwaltschaft Landshut vorgeworfen, vor einigen Wochen in einem Shop des Münchner Flughafens einige Kosmetika von vergleichsweise geringem Wert entwendet zu haben. Die Besonderheit des Falles liegt nicht nur darin, daß die Dame finanziell durchaus gut gestellt ist und aus finanziellen Gründen keinerlei Ladendiebstähle nötig hätte. Ein entscheidendes Merkmal des Falles liegt vor allem darin, daß sie schon mehrfach vorbestraft ist wegen anderer Ladendiebstähle in den letzten Jahren und inzwischen schon viermal verurteilt worden ist deshalb, letztmalig durch das Amtsgericht München. Ganz und gar unklar ist im gegenwärtigen Stadium des Mandates, was sie trotz ihrer guten finanziellen Lebensituation immer wieder zum Klauen treibt.

Tatsache ist aber, daß sie demnächst damit konfrontiert sein wird, sich trotz ihres Alters eine unbedingte Freiheitsstrafe (also ohne Bewährung) einzuhandeln. Für sie steht also absehbar ihre Freiheit in Form einer Haftsstrafe in der Frauenhaftanstalt auf dem Spiel, wenn sie so weiter macht.

Denn Alter schützt vor Haftsstrafe nicht, das ist Tatsache. Sie wird sich so verteidigen müssen, daß sie dem Strafricher am Amtsgericht Erding, – das ihren Fall nun verhandeln muß, – klar macht, erstens, was sie immer wieder zum Stehlen treibt, und zweitens, was sie gegen diesen Trieb nun zu unternehmen gedenkt. Alleine darauf zu hoffen, daß der Richter Rücksicht auf ihr hohes Alter nimmt, ist aussichtslos.

12. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-12 17:43:482015-02-01 00:00:22Diebstahlsanklage gegen Seniorin

Anklage wegen Autofahrersteits

Straßenverkehrsdelikte

Ein 62-jähriger Handwerkermeister aus dem östlichen Umland von München (Verteidiger RA Florian Schneider) hat soeben unangenehme Post vom Amtsgericht Ebersberg erhalten: Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft München II soll er sich in der nächsten Zeit wegen einer Auseinandersetzung mit einem anderen Autofahrer letztes Jahr auf der B12 vor dem Strafgericht verantworten. Dem VW-Busfahrer wird vorgeworfen, einen Audifahrer durch einen Linksschwenk daran gehindert zu haben, ihn über die durchgezogene Linie zu überholen und ihn dadurch gefährdet zu haben. Als die beiden Kontrahenten kurz danach am Straßenrand anhielten und sich lautstark stritten soll er dann noch zusätzlich mit einem Faustschlag den Audi beschädigt haben. Die Anklage lautet also auf Nötigung im Straßenverkehr und Sachbeschädigung. Der angeschuldigte VW-Busfahrer erinnert die Sache deutlich anders: Er sei zunächst nach links in die B12 eingebogen, zu dieser Zeit habe er noch gar keinen Audi bemerkt gehabt.

Er habe den Anderen erst dann bemerkt, als es plötzlich neben ihm laut hupte und er einen Audi neben sich auf der linken Spur sah, der versuchte, ihn über die durchgezogene Linie zu überholen. Als er rechts anhielt, weil er dachte, es sei etwas passiert, und auch der Audifahrer anhielt, der sich aufführte wie ein Wahnsinniger und ihm versuchten Totschlag vorwarf, wurde er von dem Audifahrer angefahren, als der davon zu rasen versuchte und ihn dabei mit dem Auto am Ellenbogen anfuhr. Die Verletzung am Ellenbogen ist nachweisbar.

In der bevorstehenden Hauptverhandlung am Amtsgericht Ebersberg werden Ehefrau bzw. Freundin die einzigen Zeugen der beiden Kontrahenten sein. Im Falle einer Verurteilung muß der Angeschuldigte mit einer Führerscheinentziehung, mindestens aber mit einem Fahrverbot rechnen. Vielmehr ist allerdings mit einem Strafverfahren gegen den rasenden Audifahrer zu rechnen, der zunächst nachweisbar im Überholverbot versucht hatte, zu überholen, – obwohl die B12 wegen ihrer schweren Unfälle beim Überholen berühmt-berüchtigt ist, – dann zusätzlich den Busfahrer angefahren und verletzt hatte, und sich schließlich eine falsche Verdächtigung und eine Falschaussage vor Gericht geleistet hatte.

12. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-12 17:42:452015-02-01 00:01:02Anklage wegen Autofahrersteits

Bewährung für versuchten Einbruch

Eigentumsdelikte

Ein Grieche mit russischen Wurzeln (Verteidiger RA Florian Schneider) mußte sich am Montagnachmittag einer Verhandlung vor dem Strafrichter des Amtsgerichts München stellen: Die Staatsanwaltschaft München I hatte ihm vorgeworfen, er habe im September letzten Jahres in den frühen Morgenstunden versucht, gewaltsam den Schaukasten eines Juweliers am Marienplatz aufzubrechen. Ziel der Aktion sei ein wertvoller Pfau gewesen, der als Nachtdeko in dem Schaukasten ausgestellt war. Der knapp dreißigjährige Angeklagte soll nach dem Anklagesatz für seine Aktion eine Gerüststange verwendet haben, die er von einer benachbarten Baustelle entliehen hatte. Mit dieser habe er auf die Glasvitrine eingeschlagen, allerdings ohne jeden Erfolg, da die Panzerglasscheibe zwar beschädigt wurde, aber den Schlägen standgehalten hatte. Der Schaden war trotzdem beträchtlich, da die Scheibe Euro 2.000 kostet. Der teure Pfau blieb unversehrt erhalten. Der Angekagte hatte damals unerkannt entkommen können.

Obwohl eine Alarmanlage installiert war war kein Alarm ausgelöst worden und der Angeklagte hatte zunächst als Täter nicht identifiziert werden können. Obwohl die Überwachungskamera funktioniert hatte konnte sie keinen Hinweis auf den Täter liefern können. Erst eine genaue Spurensuche brachte eine verwertbare DNA-Spur, die gesichert werden konnte und nach einer Datenbankrecherche den entscheidenden Hinweis auf den Angeklagten erbrachte. Der war kein Unbekannter, denn er war bereits mehrfach wegen Diebstahls aufgefallen, auch wen ihm bislang kein Einbruchsversuch nachzuweisen gewesen war.

Der Angeklagte räumte nach seiner Verhaftung den Einbruchsversuch unumwunden ein und gab gleich noch weitere Ladendiebstähle zu. Als Grund für seine Taten gab er seine Drogenabhängigkeit an, für die er Geld gebraucht habe. Angesichts seines Geständnisses verhängte das Amtsgericht zwar eine Freiheitsstrafe von 5 Monaten, setzte sie aber zur Bewährung aus mit der Auflage einer Drogentherapie.

11. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-11 17:47:572015-02-01 00:01:55Bewährung für versuchten Einbruch

Jugendhaft für Einbruchsserie

Jugendliche - Heranwachsende

Ein inzwischen 21-Jähriger Jugendlicher mit Migrationshintergrund aus dem südlichen EU-Raum musste sich am Donnerstag vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts München verantworten wegen des Vorwurfs einer regelrechten Einbruchsserie im letzten Jahr in München und näherer Umgebung sowie wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu Lasten seiner Exfreundin in mehreren Fällen ebenfalls im letzten Jahr. Die Einbruchsserie hatte er zusammen mit zwei Freunden begangen, die mit ihm auf der Anklagebank sitzen. Die Drei hatten ihre Einbrüche vor allem in Taufkirchen verübt und waren in verschiedene Wohnungen eingebrochen, deren Bewohner ihnen aus dem Bekanntenkreis bekannt waren und von denen sie über die Kinder der Bewohner wußten, dass die Eltern oder die ganzen Familien im Urlaub waren. Bei diesen Einbrüchen holten sie alles an Wertgegenständen heraus, was sie fanden, montierten auch die Fernseher von den Wänden, und natürlich auch den gesamten Schmuck sowie Bargeld und Kreditkarten.

Die Schäden alleine an den Wertgegenständen der Wohnungsbesitzer gehen in die zig Tausende, ganz abgesehen von den Schäden an den Fenstern und Türen. Die gesamte Diebesbeute verschleuderten sie regelrecht, verkauften sie also immer weit unter Wert in den einschlägigen Läden rund um den Hauptbahnhof in München, um an Bargeld für Puffbesuche und teure Lokale zu kommen. Angeklagt ist auch eine ganze Reihe von Kreditkartendiebstählen aus den Wohnungen, die sie dann ebenfalls einsetzten so lange, bis sie gesperrt wurden.

Der Hauptangeklagte (Verteidiger Jugendstrafrechtsanwalt Florian Schneider) war umfangreich geständig und räumte alle Tatvorwürfe ohne Umschweife ein. Da er jedoch erheblich vorbestraft ist und eine weitere Jugendstrafe von 1 Jahr einbezogen wurde, war an eine Bewährung nicht mehr zu denken. Erschwerend kam für ihn hinzu, dass der Schaden sehr hoch ist und buchstäblich kein einziger Euro wiedergutgemacht worden ist. Bedingt durch den Umstand, dass er sich schon seit mehr als einem halben Jahr in Untersuchungshaft befindet, konnte für ihn jedoch der worst case, die Höchststrafe von 4 Jahren, abgewendet werden. Der Angeklagte erhielt eine Jugendstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten, die wegen der Höhe der Strafe von mehr als zwei Jahren nicht zur Bewährung ausgesetzt werden konnte.

10. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-10 17:42:232015-03-20 12:21:06Jugendhaft für Einbruchsserie

Verfahren wegen Frau-Schlagens

Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

Ein etwa vierzigjähriger Münchner Handwerker (Verteidiger RA Florian Schneider) muß sich seit knapp 3 Monaten einem Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung stellen. Die Ehefrau seines besten Freundes, eine Brasilianerin, hatte ihn angezeigt und behauptet, er habe sie bei einem gemeinsamen Abend zu dritt verprügelt. Nach der Erinnerung des Handwerkers und seines Freundes, – des Ehemannes der Frau, – hatte sich die Geschichte jedoch ganz anders abgespielt: Als die beiden Freunde spätabends nach Hause gekommen seien von einer Zechtour durch die Kneipen in München seien sie zunächst ganz friedlich zu dritt in der Küche zusammen gesessen. Ohne jeden erkennbaren Anlaß habe die Frau jedoch plötzlich behauptet, der Beschuldigte habe vor zwei Jahren seine Ehefrau betrogen. Das habe sie doch genau mitbekommen, als sie sich damals zu viert auf dem Viktualienmarkt getroffen hätten und der Handwerker plötzlich nicht mit seiner Ehefrau aufgetaucht sei, sondern mit einer anderen Frau.

Der Handwerker wußte zunächst nicht so recht, wie ihm geschieht, zumal der Vorwurf komplett an den Haaren herbeigezogen war. Als er deshalb sagte, sie spinne doch wohl, und auch sein Freund zu ihr sagte, sie ticke jetzt wohl dicht mehr so ganz richtig, rastete die Frau komplett aus, stürzte sich auf den Handwerker, riß ihn mit seinem Stuhl zu Boden und kratzte ihm mit ihren langen Fingernägeln das Gesicht blutig. Nur das Dazwischentreten seines besten Freundes rettete ihn vor einer kompletten Zerstörung seines Gesichts durch die rasende Frau. Als er die Frau weggezogen hatte kreischte und plärrte die so laut in der Wohnung herum, bis die Polizei kam.

Als die Polizei eintraf behauptete sie plötzlich, der Handwerker habe sie geschlagen und vergewaltigt. Die Polizei nahm ihn darauf in Gewahrsam und mit zur Blutentnahme. Inzwischen ist seinem Freund auch klar geworden, warum ihn die Anzeigeerstatterin geheiratet hatte, nämlich nur deshalb, weil sie eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland gebraucht hatte. Und noch etwas ist nun klar: Weil sie sich jetzt (ihrer Meinung nach) sicher ist, daß sie die Ehe jetzt nicht mehr braucht, da sie eine eigentsändige Aufenthaltserlaubnis bekommen kann, hat sie ihre Vorwürfe eben jetzt erhoben, um mit der Begründung, der beste Freund ihres Mannes schlage und vergewaltige sie und ihr Mann halte auch noch zu ihm, eine Härtefallscheidung durchzukriegen, damit sie Unterhalt und Aufenthalsterlaubnis gleichtzeitig bekommen und nun ein freies und unbeschwertes Leben in Deutschland führen kann. Mittlerweilen ist es zumindest gelungen, den Vorwurf der Vergewaltigung aus der Welt zu schaffen. Spätestens mit den ausführlichen Aussagen des Handwerkers und seines Freundes wird auch klar sein, wer wen an diesem Abend verletzt hatte. Die Scheidung wird dann aber erfolgreich abgeschlossen sein, zumal der Freund des Beschuldigten die jetzt von sich aus mit Volldampf betreibt. Mit der selbständigen Aufenthaltserlaubnis wird es dann aber schlecht ausschauen, wenn nämlich bewiesen sein wird, daß die Frau sich wegen falscher Verdächtigung strafbar gemacht hat und sich außerdem die Aufenthaltserlaubnis erschlichen hatte, weil sie nur deshalb geheiratet hatte.

6. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-06 17:41:362015-02-01 00:02:47Verfahren wegen Frau-Schlagens

Anklage wegen Diebstahlsserie

Eigentumsdelikte

Ein 27-jähriger griechischer Staatsangehöriger muss sich demnächst vor dem Amtsgericht München wegen einer Vielzahl von Einbruchs- und Ladendiebstählen verantworten. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft München I u.a. vorgeworfen, Einbrüche in Juweliergeschäfte begangen zu haben, um mit dem Verkaufserlös Drogen zu kaufen. Die Anklage umfasst auch zahlreiche Ladendiebstähle, bei denen der Angeklagte in mehreren Münchner Kaufhäusern vorwiegend teure Kosmetikartikel entwendet haben soll. Bei den Ladendiebstählen, die er teitweise gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin begangen haben soll, sollen sie an mehreren Tagen hintereinander in Parfümerieabteilungen von Kaufhäusern und in Drogerien zunächst die Diebstahlssicherungen entfernt und dann Parfüm im Wert von mehreren hundert Euro gestohlen haben. Laut Anklage wird den Beiden gewerbsmäßiger Diebstahl vorgeworfen, da die Angeklagten mit dem Verkaufserlös der Diebesware ihren Lebensunterhalt und ihre Drogensucht finanziert hatten.

Obwohl sie in den meisten Fällen von den Ladendetektiven entdeckt worden waren und jeweils Strafanzeigen erstellt worden waren, hatten sie sich von weiteren Ladendiebstählen nicht abbringen lassen. Bis vor Kurzem saß der Angeklagte wegen der vorgeworfenen Straftaten in der JVA Stadelheim. Seine Lebensgefährtin, ebenfalls Griechin, sitzt immer noch in Untersuchungshaft, da sie keinen festen Wohnsitz hat und laut Staatsanwaltschaft somit Fluchtgefahr besteht.

Beide werden sich demnächst vor dem Münchner Amtsgericht wegen der vorgeworfenen Diebstähle verantworten müssen. Da die Beiden die Taten im Wesentlichen eingeräumt haben, wird es im Strafverfahren insbesondere um die zu verhängende Strafe gehen. Im Vergleich zu einem einfachen Diebstahl kommt in Fällen von gewerbsmäßigem Diebstahl ein verschärfter Strafrahmen zur Anwendung. Dieser beginnt bei einer Freiheitsstrafe ab drei Monaten und reicht bis zu zehn Jahren. Dabei wird das Gericht bei der konkreten Strafzumessung zugunsten des Beschuldigten zwar einerseits sein Geständnis strafmildernd berücksichtigen müssen, aber auch im Auge behalten, dass er bereits mehrfach und einschlägig vorbestraft ist. Strafschärfend wird sich vor allem auch der hohe Wert der gestohlenen Waren auswirken. Insbesondere aus spezialpräventiven Gründen ist in dem Fall der Frau mit einer hohen Freiheitsstrafe zu rechnen, die auch wohl nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

4. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-04 17:48:192015-02-01 00:03:17Anklage wegen Diebstahlsserie

Videovernehmung bei Mißbrauch

Aussageverweigerungsrecht von Zeugen, Opfervertretung – Nebenklage, Sexualdelikte

Der Fahrer eines Busses für Behinderte (Verteidiger RA Florian Schneider) muß sich gerade einem Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfes des sexuellen Mißbrauchs einer Widerstandsunfähigen stellen. Nach den Behauptungen der neunzehnjährigen Behinderten soll er ihr während einer Busfahrt zu einer Behindertenwerkstatt sein Glied gezeigt und sie zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Der Busfahrer bestreitet jegliche sexuellen Handlungen: Die Vorwürfe seien reine Phantasie. Die Anzeigeerstatterin muß sich jetzt einer sogenannten Videovernehmung durch den Ermittlungsrichter, den Staatsanwalt und sowie den Verteidiger des Beschuldigten stellen und Fragen beantworten. Die Nachfragen werden umso bohrender sein, als sie, wie bekannt wurde, vor Kurzem schon einmal wegen desselben Vorwurfes einen anderen Mann angezeigt hatte, das Verfahren aber eingestellt, wurde, weil sich ihre Vorwürfe nicht beweisen ließen.

Der Beschuldigte selbst hat sich bislang vor der Polizei noch nicht zu den Vorwürfen geäußert, derzeit liegt nur eine Strafanzeige ihrer Anwälte vor. Damit handelt es sich bei der geplanten Videovernehmung um ihre erste Aussage.

Die sogenannte Videovernehmung eines Opfers richtet sich nach 58a der Strafprozeßordnung und wird vor allem dann angewendet, um Opfern sexueller Gewalt, – vor allem aber Kindern, wenn sie Opfer von sexuellem Mißbrauch waren, – wiederholte Zeugenvermehmungen zu ersparen. Die Videoaufzeichnung stellt damit de facto die einzige Vernehmung der Hauptbelastungszeugin dar, die dann auch in einer Hauptverhandlung abgespielt werden kann und dem Opfer damit auch den Auftritt vor Gericht erspart.

2. Mai 2012/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2012-05-02 17:40:442015-03-23 21:25:52Videovernehmung bei Mißbrauch
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