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Haftstrafen für Russenmafia

Allgemein

Nach Mitteilung der Zeitung sind am gestrigen Dienstag zwei mutmaßliche Mitglieder der Russenmafia zu langen Haftstrafen verurteilt worden: Die Staatsschutzkammer des Landgerichts München I hat einen 31-jährigen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Drogenhandels, Körperverletzung und Bedrohung zu zehneinhalb Jahren Haft und einen 32-jährigen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Drogenhandels zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Nach Auffassung der Richter hatten die Beiden innerhalb der Justizvollzugsanstalt Bernau die kriminelle Organisation ‚Diebe im Gesetz‘ gebildet und einen schwunghaften Drogenhandel aufgezogen.

Derzeit haben sich mehrere Mitglieder dieser Vereinigung in der JVA Bernau vor der Münchner Justiz zu verantworten. Pate soll der bereits vor mehreren Jahren wegen Totschlags verurteilte Bor gewesen sein, der zwischenzeitlich nach Rußland abgeschoben worden ist.

Der Prozeß gegen Alexander Bor hatte 2004 viel Aufsehen erregt, da Bor unter enormen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Tötung eines Kontrahenten angeklagt und verurteilt worden war.

8. Februar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-02-08 15:58:592014-08-19 15:59:21Haftstrafen für Russenmafia

Haft für versuchten Totschlag

Allgemein, Straftaten gegen das Leben

Das Landgericht Augsburg hat am 08.02.11 einen Mann zu achteinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags in drei Fällen verurteilt. Dem drogenabhängigen Angeklagten war vorgeworfen worden, letzten Sommer in einer Therapeinrichtung seine Freundin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Als zwei Pfleger einzugreifen versucht hatten soll der Angeklagte nach der Überzeugung des Schwurgerichts Augsburg auch diese zwei Pfleger mit dem Messer schwer verletzt haben.

Angesichts des Umstandes, daß der Strafrahmen für versuchten Totschlag in jedem Einzelfall bis maximal 15 Jahre reicht mutet dieses Urteil eher moderat an.

Dem Angeklagten wird die bislang verbüßte Untersuchungshaft seit letztem Sommer voll auf die Strafe angerechnet. Er kann daher spätestens Anfang 2019 mit seiner Haftentlassung rechnen, falls er nicht sogar im Wege der Reststrafaussetzung zu Bewährung einen Teil der Strafe auf Bewährung erhält und das Gefängnis damit schon nach knapp sechs Jahren verlassen kann.

8. Februar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-02-08 15:58:372015-02-01 17:39:46Haft für versuchten Totschlag

Freispruch für sexuelle Nötigung

Allgemein, Sexualdelikte

Die Strafkammer am Landgericht Würzburg hat am 18.01.11 den Würzburger Generalmusikdirektor JIn Wang vom Vorwurf der Sexuellen Nötigung freigesprochen. Dem 50 jährigen war vorgeworfen worden, einer 21 jährige Musikstudentin nach einer Aufführung nach Hause gefolgt zu sein und sie in ihrem Hausgang bedrängt zu haben.

Der Freispruch erfolgt ausweislich der Urteilsbegründung aus Zweifel für den Angeklagten, da sich das Landgericht Würzburg keine zweifelsfreie Überzeugung von der Schuld des Angeklagten hatte verschaffen können. Die Zweifel ahtten sic auf die eigenen Angaben der Anzeigeerstatterin gegründet.

Hat ein Strafgericht noch Zweifel an der Schuld eines Angeklagten so muß ein Freispruch erfolgen.

7. Februar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-02-07 15:58:022015-02-01 17:40:26Freispruch für sexuelle Nötigung

Haft für Schläge mit Maßkrug

Allgemein, Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

Das Landgericht Augsburg hat vorletzte Woche vier Jahre Freiheitsstrafe gegen einen Angeklagten verhängt, dem vorgeworfen worden war, dem Gast eines Volksfestes einen Masskrug so stark auf den Kopf geschlagen zu haben, dass der Masskrug zerbrach. Der Schuldspruch lautete auf versuchten Totschlag.

Seit einigen Jahren schon werden von den bayrischen Staatsanwaltschaften Masskrugschläge nicht mehr nur als gefährliche Körperverletzung angeklagt, – wie dies früher die Regel war, -sondern als versuchte Tötung, was eine Anklage derartiger Taten vor dem Schwurgericht mit einen Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Haft bedeutet.

Sehr problematisch aus der Sicht von Verteidigern kann diese rechtliche Einordnung als Regel dann sein, weil sich gerade bei derartigen Tätlichkeiten die Frage stellt, ob der Täter den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen hatte, also tatsächlich zumindest bedingten Tötungsvorsatz hatte.

7. Februar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-02-07 15:57:172015-02-01 17:40:54Haft für Schläge mit Maßkrug

Untersuchungshaft für Maßkrugschlägerei

Allgemein, Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

Das Amtsgericht München hat soeben einen Franzosen und einen Italiener zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren bzw. 1 Jahr 8 Monate auf Bewährung verurteilt. Die beiden Angeklagten hatten auf dem vergangenen Oktoberfest mit Maßkrügen auf ihre Gegner eingeschlagen und waren daraufhin am 25. September 2010 in Untersuchungshaft gegangen, wo sie sich seitdem befunden haben.

Die Opfer hatten durch die Schläge erhebliche Verletzungen erlitten, – unter anderem einen Nasenbeinbruch, – die beiden Angeklagten wurden in der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht München schuldig gesprochen wegen gefährlicher Körperverletzung und erhielten gleichzeitig drei Jahre Wiesnverbot.

Das Urteil muß als durchaus günstig angesehen werden für die beiden Angeklagten, da gerade die Staatsanwaltschaft München I bestrebt ist, Schläge mit Maßkrügen auf den Kopf als versuchten Totschlag anzuklagen, was dann nicht mehr vor dem Amtsgericht verhandelt werden kann, da in diese Falle das Schwurgericht zuständig wäre, wo Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren drohen.

17. Januar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-01-17 15:54:462015-02-01 22:37:28Untersuchungshaft für Maßkrugschlägerei

10 Monate Haft für Racheaktion

Allgemein, Jugendliche - Heranwachsende

Das Amtsgericht Freising hat am Dienstag gegen einen 19 jährigen aus Freising 10 Monate Jugendstrafe verhängt, da der die Radmuttern am Wagen seiner angebeteten Nachbarin teils entfernt und teils gelockert hatte, nachdem die ihn hatte abblitzen lassen.

Die reichlich gefährliche Aktion des 19 Jährigen hatte rechtzeitig entdeckt werden können, daher war kein Unfall passiert.

Die reichlich gefährliche Aktion des 19 Jährigen hatte rechtzeitig entdeckt werden können, daher war kein Unfall passiert. Hätte die Nachbarin bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn einen schweren Unfall erlitten und wäre dabei schwer verletzt oder gar getötet worden hätte dem Heranwachsenden eine Anklage vor der Jugendkammer am Landgericht als Schwurgericht gedroht mit einer Höchststrafe von 10 Jahren.

17. Januar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-01-17 15:54:252015-02-01 22:38:0510 Monate Haft für Racheaktion

Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen Ehemann

Allgemein, Straftaten gegen das Leben

Das Amtsgericht Landshut hat am Dienstag gegen einen Mann aus Massing bei Landshut Haftbefehl erlassen, der im Verdacht steht, seine Ehefrau erwürgt zu haben.

Der Beschuldigte steht im Verdacht, seine gleichaltrige Ehefrau aus Eifersucht am vergangenen Montag erwürgt zu haben, nachdem er auf sie eingestochen hatte.

Sollte sich der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Landshut erhärten müßte sich der Beschuldigte vor dem Schwurgericht am Landgericht Landshut verantworten und hätte eine lebenslange Freiheitsstrafe zu gewärtigen. Sollte sich die Tat allerdings nur als Totschlag herausstellen hätte er Chancen auf eine zeitige Freiheitsstrafe von maximal 15 Jahren. Als Hinweis für eine derartige Anklage wegen Totschlags und nicht wegen Mordes könnte der Umstand sein, daß der Beschuldigte seine Frau im Streit getötet haben soll.

17. Januar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-01-17 15:54:032015-02-01 22:39:12Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen Ehemann

Freispruch vor dem Amtsgericht Erding

Allgemein, Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

Das Amtsgericht Erding sprach einen Angeklagten vom Vorwurf der Körperverletzung frei, obwohl der vielfach wegen Körperverletzung vorbestraft war und die Tat durchaus in das Bild seiner bisherigen Taten paßte.

Die Staatsanwaltschaft hatte einem 27 jährigen zur Last gelegt, im Erdinger ?Musikpark? einem Gast einen Kopfstoß versetzt zu haben. Da das Opfer den Angeklagten nur an einem Ohrring hatte identifizieren können sprach das Amtsgericht Erding den Angeklagten frei, obwohl der in den letzten Jahren schon oft wegen Körperverletzung verurteilt worden war und sich auch kurz vor dem Prozeß eine erneute Verurteilung wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe eingehandelt hatte. Das Amtsgericht hatte also nach dem Grundsatz ?Im Zweifel für den Angeklagten? freigesprochen und sich von den Vorstrafen nicht beeindrucken lassen.

17. Januar 2011/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2011-01-17 15:53:442015-02-01 22:40:06Freispruch vor dem Amtsgericht Erding

Freisprüche vor dem Landgericht Traunstein

Allgemein, Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

Die Große Strafkammer am Landgericht Traunstein hat am 04.11.2010 die Angeklagten im sogenannten Hells-Angels-Prozeß in Traunstein freigesprochen.

Angeklagt waren drei Männer aus dem Raum Koblenz wegen des Vorwurfs des Überfalles auf einen rumänischen Geschäftsmann im letzten Jahr in Reit im Winkl: Einer der drei Angeklagten, ein 61 jähriger Rumäniendeutscher, war im Verdacht gestanden, wegen eines jahrelangen Streits mit dem Opfer, einem 54 jährigen Landsmann, Mitglieder der Hells Angels angeheuert zu haben, um seinen geschäftlichen Kontrahenten in Reit im Winkl zu überfallen und auszurauben. Der 61 jährige hatte im Jahr 2000 aus einem Aktiengeschäft Forderungen gegen das Opfer und war in zahlreichen Zivilprozessen mit der Durchsetzung dieser Forderungen auf legalem Wege gescheitert. Aus diesem Grund soll er die beiden Mitangeklagten angeheuert und das Opfer ausgeraubt haben.

Obwohl die Staatsanwaltschaft Traunstein bis zum Ende des Verfahrens an ihrem Vorwurf festhielt und eine Verurteilung forderte sahen die Verteidiger und die Große Strafkammer die Beweislage als viel zu dünn an. Das Landgericht Traunstein sprach daher die Drei am Donnerstag, den 04.11.10, wegen seiner Zweifel an der Schuld der Angeklagten frei. Außerdem erhalten die Angeklagten eine Entschädigung für die erlittene Untersuchungshaft.

12. November 2010/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2010-11-12 15:53:142015-02-01 22:41:08Freisprüche vor dem Landgericht Traunstein

Haftbefehl wegen Mordes durch das Amtsgericht Rosenheim gegen Ehemann

Allgemein, Straftaten gegen das Leben

Das Amtsgericht Landshut hat am 05.11.10 gegen den seit Tagen wegen Mordes an seiner Ehefrau gesuchten Haftbefehl erlassen und ihn damit in Untersuchungshaft geschickt.

Dem Beschuldigten Ralf M. wird vorgeworfen, seine Ehefrau am 21.10.10 in der Badewanne ertränkt zu haben. Am Simssee wurde er nun festgenommen, nachdem sogar über Aktenzeichen XY nach ihm gesucht worden war und ein Polizist ihn am 04.11.10 zufällig am Simssee, an den er sich nach eigenen Angaben mit Selbstmordabsichten begeben hatte, angetroffen hatte.

Ganz offenkundig hat auch Ralf M. den häufigen Fehler begangen, nicht ? wie es sein gutes Recht gewesen wäre, – von seinem Recht als Beschuldigter Gebrauch zu machen und nach der Festnahme zu schweigen, sondern dem Drängen der Polizei nachzugeben und die Tat zu gestehen. Damit hat er sich wesentlicher Verteidigungsmöglichkeiten selbst begeben.

10. November 2010/von Florian Schneider
https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png 0 0 Florian Schneider https://www.strafrechtsberatung.de/wp-content/uploads/2020/09/anwaltskanzlei-florian-schneider-muenchen.png Florian Schneider2010-11-10 15:52:302015-02-01 22:43:10Haftbefehl wegen Mordes durch das Amtsgericht Rosenheim gegen Ehemann
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